Michaela Heid und Bernt Schnettler erweitern in einem abschließenden Ausblick die Thematik des vorliegenden Bandes um die soziologische Analyse von Klosterurlauben und Meditationswandern. Sie diskutieren mithin neue Formen des Pilgerns. Durch die Auswertung einschlägiger Werbetexte identifizieren sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der klassischen Pilgerschaft. Hierbei zeigen sich erstaunliche Parallelen beider Formen der religiösen Praxis, nämlich die Selbstbezogenheit, die Transzendenzsuche und der Gegenentwurf zur Alltagswelt auf Zeit. Die Autoren zeigen, wie in beiden Fällen die Grenzen zwischen Tourismus, Freizeitaktivität und Religionsausübung verschwimmen.