Detlef Lienau konzentriert sich mit den körperlichen Aspekten des Pilgerns. Entlang der Dimensionen Selbst-, Sozial-, Natur- und Transzendenzbezug unterscheidet er die beiden Typen des passivischen bzw. aktivischen Pilgers, welche er durch beispielhafte Interviewauszüge portraitiert. Er diskutiert das Pilgern als Körpertechnik und verortet seine empirischen Ergebnisse in den aktuellen Diskursen der Religionstheorie, -hermeneutik und -soziologie. Für den Autor handelt es sich bei modernen Pilgerschaften nicht nur um eine »pantheistische Spiritualität«, sondern auch um eine »theistische Religiosität«.