Norbert Puschmann beschäftigt sich im Anschluss mit der Einbettung der Pilgerschaft in die Biographie des Individuums sowie ebenfalls mit der Gegensätzlichkeit zwischen Pilger- und Alltagswelt. Ausgehend von Hervieu-Légers Figur des Pilgers, die er um Baumans Konzept des »Flaneurs« erweitert, diskutiert er die Kennzeichen des modernen Pilgertums und seine gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zunächst in Abgrenzung zu Wallfahrten. Der Autor stellt daraufhin die Frage, inwiefern der Metapher-Begriff geeignet ist, moderne Religiosität zu erfassen. Hier sieht er durchaus Gefahren für die Religionssoziologie, wenn diese sich auf die Verwendung von Metaphern beschränke, die nicht nur genuin religiöse Phänomene beschreiben.