Julia Reuter und Veronika Graf beleuchten den touristischen Charakter der modernen Pilgerreise auf dem Jakobsweg und stellen Ergebnisse ihres empirischen Forschungsprojekts vor. Dabei zeigen sie zunächst an aktuellen Beispielen die Touristifizierung des Jakobsweges auf. Es wird deutlich, dass sich rund um das Heilige Jahr 2010 eine ›Pilgerindustrie‹ entwickelt hat, die nicht mehr nur klassische Pilgerdevotionalien beinhaltet. Des Weiteren beleuchten Reuter und Graf, welche religiösen Vorstellungen heutige Jakobspilger haben, welche Erfahrungen sie beim Pilgern besonders schätzen und was in den Augen der Pilger notwendig ist, um als ›echter Pilger‹ zu gelten.